17.10.2009 - Google will Ajax-Seiten durchsuchen

Bei allen Vorteilen, die Ajax mit sich bringt – so genannte „Deep Links“ sind für Ajax-Seiten nicht bzw. nur über Umwege möglich. Deep Links sind URLs, welche nicht auf die Startseite einer Internetpräsenz verweisen, sondern direkt auf bestimmte Unterseiten. Ein Vorteil ist, dass Nutzer so direkt auf bestimmt Inhalte einer Webseite geleitet werden können, anstatt manuell bis dahin navigieren zu müssen.

Bei der Verwendung von Ajax unterscheiden sich die URLs der Unterseiten meist nicht. Die angeforderten Inhalte werden asynchron im Hintergrund nachgeladen, wodurch sich die URL nicht ändert. Demnach lassen sich für Ajax keine Deep Links verwenden, die URL verweist den Nutzer hierbei stets auf die Startseite. Um zum eigentlichen Inhalt zu gelangen, muss dieser selbst bis dahin navigieren.

Ein Vorschlag von Google sieht die Erschaffung eines Standards vor, dessen Idee nicht neu ist: An die URL wird nach einen spezifischen Trennzeichen der Zustand der Ajax-Seite angehängt. Durch dieses Postfix ist später die „Unterseite“ identifizierbar, auf die der Nutzer mit Hilfe des Links geleitet werden sollte. Diese Seite werden auch als „Stateful Ajax Pages“ bezeichnet und lassen sich theoretisch auch in Suchmaschinen indizieren. Ein Beispiel dafür ist die imaginäre URL: http://www.meinedomain.de/seite?anfrage#!zustand

Google hat seine Idee bisher nur in einem Blog geäußert – die Arbeiten am Standard und ersten Prototypen dauern noch an.

Quelle: golem.de
Google-Blog: Official Google Webmaster Central Blog



Zurück